Damit Sie unsere Internetseite optimal nutzen können, setzen wir nur technisch notwendige Cookies (kleine Textdateien, die auf Ihrem Rechner ablegt werden). Wir sammeln keine Daten zur statistischen Auswertung. Näheres finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Gottes.Nacht - Der andere Gottesdienst in der Jesuitenkirche

Passend zur Krippe die Predigt - hier zum Nachlesen

Ökumenischer Pfingstgottesdienst im Autokino

Einen ungewöhnlichen Ort haben sich die Evangelischen Kirchengemeinden Trier und Ehrang und das Katholische Dekanat Trier für ihren Ökumenischen Gottesdienst am Pfingstmontag, 1. Juni 2020 um 11.00 Uhr ausgesucht. Der vom Arbeitskreis Ökumene vorbereitete Gottesdienst unter dem Motto "Auf Empfang" wird im Autokino im Messepark Trier stattfinden.

Der ökumenische Pfingstgottesdienst war in den letzten Jahren immer ein großes Fest mit bis zu 500 Teilnehmenden und besonderer musikalischer Gestaltung. Am herkömmlichen Ort, der Ev. Kirche zum Erlöser, haben wegen der Corona-Bestimmungen nur 100 Christen Platz und Gesang ist nicht erlaubt. „Im Autokino haben wir die Möglichkeit, mit allen Interessierten zu feiern und auch die Pfingstlieder laut mitzusingen", erklärt Pastoralreferent Thomas Kupczik vom Dekanat Trier. „Wir freuen uns, dass wir am Pfingstmontag ein großes Fest feiern können, und laden dazu alle Christen aus der Stadt und dem Umland herzlich ein“, ergänzen Pfarrer Thomas Luxa und Pfarrer Matthias Jens von den Evangelischen Kirchengemeinden Trier und Ehrang.

Musikalisch wird der Gottesdienst von Kirchenmusikerin Jutta Thommes (Gesang), Kirchenmusikdirektor Martin Bambauer (Klavier) und dem Saxophonisten Martin Form gestaltet.

Das Messegelände ist am Pfingstmontag ab 10.00 Uhr geöffnet und man erreicht es mit dem Auto von der Luxemburger Straße aus. Um rechtzeitige Ankunft wird gebeten. Eine Anmeldung zum Gottesdienst ist nicht erforderlich und es erfolgt auch keine Registrierung. Sie werden eingeladen, sich über Ihr Smartphone an den Fürbitten zu beteiligen.

Der Gottesdienst wird ab dem Nachmittag des Pfingstmontags auch im Internet auf den Web- und Facebookseiten von Dekanat und Ev. Kirchengemeinde verfügbar sein, so dass auch Menschen ohne Auto ihn anschauen können.

Ebenfalls an Pfingstmontag wird um 11.00 Uhr ein ökumenischer Gottesdienst in und um die katholische Pfarrkirche St. Peter in Ehrang stattfinden. Unter dem Motto „nicht mit allen Wassern gewaschen“ feiern evangelische und katholische Gemeindeglieder in einem Gottesdienstparcour die zehnjährige Tradition des gemeinsamen Pfingstmontagsgottesdienstes. „Alle, die kein Auto haben und nicht zum Autokinogottesdienst fahren können, sind herzlich eingeladen, sich in diesem Jahr im wahrsten Sinne des Wortes vom heiligen Geist bewegen zu lassen.“, freuen sich Pfarrer Bernhard Zöllner und Pfarrerin Vanessa Kluge.  Anmeldung hierzu ist erforderlich: Pfarramt St. Peter, Tel: 0651 69845 oder per Mail: pfarramt(at)peter-ehrang.de

Das "Rote Sofa" hat genäht...

Das Rote Sofa des Dekanats Trier konnte aufgrund der aktuellen Situation nicht wie gewohnt in der Trierer Innenstadt aufgestellt werden. Deshalb stand es für mehrere Wochen virtuell bereit und hat zum Schutzmasken-Nähen eingeladen.

Dieser Einladung sind fünf Hobbyschneider/innen gefolgt. Jede/r hat zuhause die Stoffkisten hervorgeholt, nach Schnittmustern für Schutzmasken gesucht, die Nähmaschine aufgestellt - und los ging es. Über Mail miteinander verbunden haben sie Schnittmuster, Tipps, Fotos von genähten Masken, und Erfahrungen ausgetauscht. 

Die genähten Masken hat die Gruppe verschiedenen Organisationen und Einrichtungen in Trier und Umgebung gespendet. Zugute kamen die Masken Menschen in einem Altenheim, Pflegekräften und Ärzten, Wohnungslosen, einer ganzen Schulklasse, einkaufenden Jugendlichen, Geflüchteten, sowie Kindern weltweit. In etwa fünf Wochen kamen so 750 Schutzmasken verschiedener Modelle zusammen. Zusätzlich zu den 750 Stück wurden natürlich auch die eigenen Familien und Nachbarn bedacht.

In diesem Projekt haben sich ein paar Menschen mit ihren Talenten, ihrer Zeit und ihren Ressourcen so eingebracht, wie es für jede/n angemessen und möglich war. Es gab keinen Druck, etwas erreichen zu müssen, gerade deshalb erstaunt das zahlenmäßige Ergebnis. 

Wichtiger noch als die beachtliche Zahl der genähten Masken waren der Gruppe jedoch die Erfahrungen, die die vier Frauen und ein Mann in dieser Zeit gemacht haben. Obwohl jede/r zuhause genäht hat, hat doch eine große Verbundenheit das Projekt gekennzeichnet: Die Mitglieder waren durch den Austausch über Mail miteinander verbunden. Sie haben sich gegenseitig motiviert, gerade in der Anfangsphase, oder auch gebremst, damit weder Nähmaschinen noch Näher/innen heiß laufen.  Als es irgendwann keinen Durchziehgummi mehr zu kaufen gab, wurde der Tipp geteilt, wie man sich selbst elastische Bänder herstellen kann. Als die Stoffkisten sich leerten und Blusen und Hemden herhalten mussten, wurden kostenlose Stoffquellen erschlossen. Es entstanden immer neue Kontakte zu weiteren Organisationen, an die Schutzmasken abgegeben werden konnten. Beim Nähen selbst gingen die Gedanken an die anderen in der Gruppe oder an die Näherinnen im asiatischen Raum. Mehrere Beschenkte schickten einer Näherin Fotos, wie die Masken getragen aussehen. So hat sich ein immer größer werdendes verbindendes Netz von Menschen und Einrichtungen entwickelt.

Dankbarkeit war eine andere Erfahrung, die alle Gruppenmitglieder gemacht haben. Insbesondere die Tatsache, dass die Masken unentgeltlich abgegeben wurden, rief neben Erstaunen auch Dankbarkeit hervor. Einer Lehrerin kamen die Tränen, als alle ihre Schüler*innen Schutzmasken geschenkt bekamen. Aber auch die Näher/innen selbst waren froh und dankbar, dass sie einige Wochen so miteinander in diesem tragenden Netz verbringen konnten. 

Zwei Frauen empfanden das Nähen als meditativ, ein Mann hat immer wieder mit seiner Nähmaschine gekämpft, ein Finger wurde durchnäht. Eine Frau hat ein besonders anspruchsvolles Maskenmodell aus edlem Stoff genäht und sich selbst zum Geschenk gemacht. 

Und eine der beschenkten Personen hat gemeint: "Das ist ja Gottesdienst, was ihr da macht!" - Gottes Dienst an den Menschen. Rotes Sofa eben.

Rückblick

Buß- und Bettag

Umkehren zum „buen vivir – guten Leben“

Trier – „Umkehr braucht eine positive Vision, die Attraktivität der besseren Alternative.“ Das hat der Trierer Bischof Dr. Stephan Ackermann am Buß- und Bettag (20. November) 2019 in der Evangelischen Kirche zum Erlöser – Konstantinbasilika in Trier betont. Ackermann ging in seiner Predigt der Frage nach, was Buße angesichts der Klimakrise bedeuten kann. Hier komme die Botschaft des Glaubens ins Spiel, denn der Glaube biete Bilder der Hoffnung und Visionen einer besseren Welt.

Der Bischof sagte, er verstehe Buß- und Bettag nicht bloß als eine Gewissenserforschung für den Einzelnen, sondern „für uns als Kirche und als Gemeinwesen insgesamt“: „Wir bekennen öffentlich, dass wir an vielen Orten und in vielen Situationen nicht so leben, wie es der gute Schöpfergott gedacht hat und wie es den Menschen und der ganzen Schöpfung guttut.“ Zwar sei ein Gottesdienst keine Veranstaltung der Fortbildung oder der Politik, aber bei diesem Thema spürten viele Menschen mehr als bei anderen politischen oder gesellschaftlichen Themen, dass es ihren Glauben berühre, „weil es wesentlich mit unserem Bild der Welt, der Schöpfung, des Menschen, des gerechten Zusammenlebens und der Zukunft unseres Planeten zusammenhängt“. Weiter

Unterwegs mit dem Roten Sofa

Ideenwerkstatt zur Pfarrei Trier

  • Die Idee
  • Der Tag
  • Die Ergebnisse
  • Die Veranstaltungen zuvor

Die Pfarrei Trier kommt!

Bis spätestens zum 1. Januar 2022 ist es voraussichtlich so weit.

Die PFARREI TRIER kommt. Sie fällt nicht vom Himmel.

Es gibt sie schon jetzt. In unseren Köpfen und Herzen, in unseren Erfahrungen, Träumen und Ideen.

Darüber haben wir am 26. Januar 2019 geredet. Miteinander. Und mit Gott. 

Wir haben die neuen Pläne des Bistums kennengelernt und für uns übersetzt. 

Dabei sind Bilder einer neuen Kirche entstanden: bunt, lebensnah, engagiert.

 

Die Dokumentation der Ideenwerkstatt finden Sie in dieser Übersicht. 

 

 

„Glaube im Alltag – und ob das geht!“

Ideenwerkstatt des Dekanats Trier lud zum Austausch über die Pfarrei der Zukunft

Trier – Knapp 100 Menschen, die haupt- oder ehrenamtlich in der katholischen Kirche in Trier engagiert sind, haben sich am 26. Januar im Foyer des Bischöflichen Angela-Merici-Gymnasiums in Trier auf Einladung des Dekanats Trier versammelt, um gemeinsam über die Pfarrei der Zukunft (PdZ) Trier zu diskutieren. Auf dem Plan der „Ideenwerkstatt“ standen ein Informations- und Frageteil sowie ein kreativer „Marktplatz“; die Teilnehmerinnen und Teilnehmer feierten zusammen einen Wortgottesdienst und eine Eucharistiefeier.

Zwei Tendenzen wurden am Vormittag im Gespräch mit Christian Heckmann, dem Leiter der Stabsstelle Synodenumsetzung im Bistum Trier, besonders deutlich: die Verunsicherung darüber, wie es weitergehen soll, und die Enttäuschung, noch nicht in der ersten Phase der Umsetzung mit dabei zu sein. Während 13 Pfarreien der Zukunft im Bistum Trier bereits am 1. Januar 2020 errichtet werden (die übrigen 22 folgen bis 2022), müssen sich die Gläubigen im Dekanat Trier noch gedulden. „Wir waren bereits gut aufgestellt und haben in den letzten Jahren intensiv inhaltlich gearbeitet. Nun fühlen wir uns ein wenig ausgebremst“, sagt Katja Bruch, Pastoralreferentin im Dekanat Trier.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer griffen die Unsicherheiten des Vormittags auf und verwendeten sie am Nachmittag als Ausgangspunkte für konstruktive Diskussionen. Die Fragen „Was erachte ich persönlich als erhaltenswert? Was soll Neues entstehen?“, so Moderator Peter Bender, dienten als Leitfaden. Der zentrale Begriff „Orte von Kirche“ stand dabei im Mittelpunkt. Wie vielfältig diese sein können, bewiesen die Stellwände, auf denen alle Idee zusammengetragen wurden: Auf bunten Karteikarten fanden sich nicht nur die Namen von prominenten Trierer Gotteshäusern, sondern auch Initiativen wie integrative Cafés, Pflegeeinrichtungen oder Bibelgesprächskreise. Es müsse allerdings bald entschieden werden, wie genau diese Zusammenschlüsse von Katholikinnen und Katholiken gesteuert werden sollen und auch, wie sie auf vorhandene Ressourcen zugreifen können, resümierte David Bruch, Diakon in der Pfarrei Liebfrauen, die Bedenken des Plenums

Bericht der Bischöflichen Pressestelle vom 29. Januar 2019

https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/glaube-im-alltag-und-ob-das-geht/

 

 

 

Einblicke in den Initiativtag der Pfarrei der Zukunft Trier

Vertreter_innen der bestehenden Pfarreien im Raum der Pfarrei der Zukunft (PdZ) haben sich am 15.10.2019 in St. Matthias zu einem gemeinsamen Kennlern-, Austausch- und Initiativtag getroffen. Inhaltlich ging es darum, das eigene Bild von Gott ins Gespräch zu bringen und auf dieser Grundlage zu schauen, was das für die PdZ bedeuten könnte. Eindrücke und Ergebnisse wurden auf unterschiedliche Art und Weise verschriftlicht. Die Dokumentation steht hier als PDF zum Download bereit.

katholisch in Trier (29. Januar 2017)

Katholisch sein in Trier war bisher ganz selbstverständlich in Pfarreien, Klöstern und Verbänden. Wir ahnen: das wird so nicht bleiben. Was wird Bestand haben? Was wird sterben? Was wird neu entstehen? Diese Fragen machen Angst, vielleicht auch Mut. 

Veränderungen muss man nicht nur erleiden, man kann sie gestalten. Wir glauben fest: der Heilige Geist führt die Kirche. Hinter den Problemen warten Lösungen. Denen wollen wir auf die Spur kommen - mit Ihnen! 

Menschen aus den Pfarreien, den Klöstern, der Hohen Domkirche, den Verbänden, der Caritas, den KiTas, den Schulen. Mit allen, die Interesse haben an einer lebendigen katholischen Kirche in der Stadt Trier - und das tun wir mit Hilfe der Open-Space-Methode, bei der jeder und jede sein/ihr Thema zur Diskussion stellen kann!

Zur Dokumentation gelangen Sie über diesen Linkhttps://www.dekanat-trier.de/wir-ueber-uns/rueckblick/

 

Die Zukunft mitgestalten

Bistumsleitung informiert über Gremien in neuer Pfarrei der Zukunft Trier

Trier – Die Kirche im Bistum Trier stellt sich neu auf: Zum 1. Januar 2020 werden 15 von insgesamt 35 Pfarreien der Zukunft (PdZ) an den Start gehen. In den neu gegründeten Räumen wird es auch eine veränderte Gremienstruktur geben. Darüber haben Generalvikar Dr. Ulrich Graf von Plettenberg, Judith Rupp, Direktorin des Bereichs Kommunikation und Medien sowie Gundo Lames, Direktor für den Bereich Ziele und Entwicklung in Trier informiert. Die Informationsveranstaltung in der Europahalle am 12. März richtete sich an Vertreterinnen und Vertreter der jetzigen Pfarrgemeinde- und Verwaltungsräte in der künftigen PdZ Trier. Diese wird das Gebiet des Dekanats Trier sowie Teile des Dekanats Schweich-Welschbillig und Hermeskeil-Waldrach umfassen. Die PdZ Trier wird allerdings nicht unter den 15 Pfarreien sein, die schon 2020 errichtet werden.

„Die Kirche im Bistum Trier gehört zu meinem Leben“: Diesen Satz könnten wohl viele der Anwesenden unterschreiben, sagte Judith Rupp in ihrem Impuls zu Beginn der Veranstaltung. Jeder habe dabei seine eigene Geschichte und dabei gute und vielleicht auch schmerzvolle Momente erlebt. Allen Anwesenden aber sei gemein, dass sie sich einbringen und sich um die Kirche sorgen – und dafür gelte der große Dank der gesamten Bistumsleitung und des Bischofs. Die Synode habe der Trierer Bischof einberufen, um sich im Hinblick auf die veränderten gesellschaftlichen und kirchlichen Umstände beraten zu lassen. Ihr sei es um die Kernfrage gegangen, wie man die Botschaft des Evangeliums auch in der sich rasant verändernden heutigen Zeit weitertragen könne. Rupp stellte fest: „Wir brauchen eine Kirche, in der Macht und Verantwortung geteilt wird, kollegial miteinander gearbeitet wird, auf Augenhöhe, Frauen und Männer, Laien und Kleriker, eine Kirche, die nicht eingreift und bestimmt, sondern Freiraum gibt und Platz macht; eine Kirche, die nicht nur den ‚heiligen Rest‘ bedient, sondern anziehend wirkt auf ganz viele.“ Dazu werde im Bistum ein "durchaus auch mühsamer" Umbau begonnen, bei dem man die Schritte gemeinsam gehen wolle. Der erste Schritt dabei sei ein struktureller und organisatorischer: die Errichtung der Pfarreien der Zukunft, da es einen Rahmen für die Seelsorge brauche.

Die neuen Gremien

Diesen Schritt erläuterte dann Generalvikar von Plettenberg, der den Haupt- und Ehrenamtlichen die neuen Gremien vorstellte. An der Spitze der Pfarreien der Zukunft wird es ein Leitungsteam geben, das aus drei Haupt- und bis zu zwei Ehrenamtlichen bestehen wird. Neu ist der Rat der Pfarrei, bestehend aus 22 Mitgliedern. Er verbindet die Themen von Pastoral und Verwaltung (Jahresabschluss, Haushaltsplan) in einem Gremium. Er wird das Leitungsteam beraten. Innerhalb des Rates wird es verpflichtend einen Verwaltungsausschuss geben.

Neu eingerichtet wird die Synodalversammlung, zu der ein- bis zweimal im Jahr Delegierte aus den Orten von Kirche in der Pfarrei der Zukunft zusammenkommen. „Wir wollen die Pfarreien der Zukunft von unten her aufbauen“, sagte von Plettenberg. Orte von Kirche müssten keine feste Form oder Struktur haben, sondern seien überall dort zu finden, wo „zwei oder drei in Christi Namen versammelt sind“. Das sei nicht neu – auch jetzt gebe es schon viele solcher Orte: Frauengruppen, Chöre, Gebetskreise, aber auch Kitas oder die Caritas. Diese Orte können sich als solche bestätigen lassen und sind dann berechtigt, einen Delegierten in die Synodalversammlung zu entsenden.                                                                            

Da es bislang noch keine Synodalversammlung gibt, wird der erste Rat der Pfarrei bereits im Herbst 2019 durch eine Wahlversammlung der Gremien der jetzigen Pfarreien und Kirchengemeinden gewählt, damit die Pfarrei der Zukunft zum 1. Januar mit einer gewählten Repräsentanz gestartet werden kann.

Die nun startende Phase der Anhörung der Gremien zu dem Errichtungsgesetz der Pfarreien der Zukunft sei kein „pro forma Akt“, sondern dem Bischof sehr wichtig, betonte von Plettenberg. Anfang April werde der Entwurf an alle zu hörenden Gremien und Einzelpersonen geschickt, bis zum 31. Mai seien Rückmeldungen möglich. Die Auswertung erfolge durch ein unabhängiges Institut.

Bedenken, Wünsche und Sorgen

Bei der anschließenden Fragerunde konnten die Zuhörerinnen und Zuhörer ihre Bedenken, Wünsche und Sorgen äußern. Welche Voraussetzungen muss jemand mitbringen, der im Leitungsteam mitarbeitet? Wie ist dabei das Verhältnis zwischen den beiden Ehrenamtlichen und den drei Hauptamtlichen? Andere wollten wissen, ob es nicht einen Schwund an Demokratie gebe, wenn plötzlich 88.000 Katholiken in der neuen PdZ Trier in Direktwahl nur zehn Leute in den Rat der Pfarrei wählen dürfen. „Auch jetzt beobachten wir leider schon, dass viele von diesem demokratischen Grundrecht kaum Gebrauch machen und dass wir auch immer weniger Kandidaten für die Räte finden“, betonte Rupp. Auf positive Resonanz stieß bei einigen, dass künftig dem Pfarrer als Vorsitzendem des Rates der Pfarrei ein Moderator an die Seite gestellt sein wird und so Machtverhältnisse ausgewogener seien. Räte aus Welschbillig trieb die Sorge um, wie künftig der Pfarrbrief einer solch großen Pfarrei aussehen könnte. Ein anderer Teilnehmer zweifelte an, dass es in den neuen großen Pfarreien zu einer richtigen Gemeindebildung komme und sich genug Leute finden, die das „große Ganze“ gut im Blick hätten. „Wir müssen natürlich auf Leute gezielt zugehen, dafür werben und diesen Weg der Gemeindebildung auch gemeinsam gehen. Sicher kann es auch Rückschläge geben, aber das ist ein Lernprozess auch für uns“, antwortete Gundo Lames. Bei diesem Prozess sei das Bistum auf die Mithilfe engagierter Menschen angewiesen, so Plettenberg. „ich hoffe, dass viele von Ihnen uns auch gerade in dieser Übergangszeit unterstützen und sie mitgestalten.“

Weitere Informationen gibt es unter: www.bistum-trier.de/heraus-gerufen/generalvikar-zu-den-info-veranstaltungen/
(sb)

Bericht der bischöflichen Pressestelle vom 14. März 2019 (https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/die-zukunft-mitgestalten/)

Deutliches Zeichen gegen Judenhass und für Versöhnung

Siebenarmige Leuchter aus der Pauluskirche an jüdische Kultusgemeinde Trier übergeben

Trier – „Mensch, wo bist du? – Gemeinsam gegen Judenfeindschaft“ lautete das Leitwort der diesjährigen Woche der Brüderlichkeit. Zum Abschluss fand am 17. März in der Trierer Synagoge eine jüdisch-christliche Gemeinschaftsfeier statt, in deren Mittelpunkt die feierliche Übergabe der siebenarmigen Leuchter aus der profanierten Pauluskirche in Trier an die jüdische Kultusgemeinde stand.

Das Ziel aller Veranstaltungen und somit auch der gemeinsamen Feier in der Synagoge sei es, den Dialog zwischen den Religionen zu fördern, die im Laufe ihrer Geschichte Tiefen und Höhen erlebt haben und doch so eng miteinander verbunden seien. Jeanna Bakal, Vorsitzende der Jüdischen Kultusgemeinde Trier, brennt für diesen Austausch. In ihrer Ansprache an die „vielen bekannten und erfreulich vielen neuen Gesichter“ erinnerte sie an die "Stolpersteine" der Erinnerung an Juden in Trier; sie betonte aber gleichzeitig die große Hilfsbereitschaft und den Einsatz vieler Menschen, die sich nicht versteckt hätten bei der Frage „Mensch, wo bist du?“. Immer wieder passiere es, dass Antisemitismus aufflamme. „Aber es gibt die Menschen, die ihr Gesicht, ihren Mut und ihr Statement dagegen setzen.“ Und so sei die Übergabe der Menorot (Mehrzahl von Menora) aus der Pauluskirche an die jüdische Kultusgemeinde ein deutliches Zeichen von Hilfe und Freundschaft.

Bevor Thomas Schiffler, Vorsitzender des Verwaltungsrates der Pfarrei Liebfrauen, zu der die im November 2017 profanierte (entweihte) Pauluskirche gehört, die Schenkungsurkunde verlas, schilderte Peter Bamler, Vorstandsmitglied der Trierer Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit, die Geschichte der Leuchter. Diese waren 1908 „zur feierlichen Ausschmückung“ der neu erbauten Pauluskirche gestiftet worden und zierten den Kirchenraum bis zu dessen Renovierung im Jahr 1967. Einer der siebenarmigen Leuchter wurde danach in einen Seitenraum gestellt, der andere verschwand. Erst Jahre später tauchte er auf der Marienburg auf und konnte dank einer Stiftungsinschrift zugeordnet und zurückgegeben werden.

Im Zuge der Profanierung der Kirche habe der Verwaltungsrat überlegt, wie mit den Menorot zu verfahren sei. „Insgeheim habe ich mir immer gewünscht, dass sie in der Synagoge ihren Platz finden“, gestand Peter Bamler. Umso erfreuter sei er, dass die Leuchter jetzt, „111 Jahre nach ihrer Stiftung an die Pauluskirche, eine neue Heimat

Im gemeinsamen Gebet und mit eindrucksvollen Gesängen des israelischen Kantorenstudenten Yoed Sorek, an Akkordeon und Klavier unterstützt von Ira Shiran, brachten jüdische und christliche Teilnehmer der Feier ihr gemeinsames Anliegen zum Ausdruck: Gerade mit Blick auf aktuelle Entwicklungen sei vereintes Eintreten dafür gefordert, dass alle Menschen gut und angstfrei in Deutschland leben können. Deutlich sprachen sich Ignatius Maaß, Abt von St. Matthias, Ulrich Dann, ehemaliger Pfarrer in der evangelischen Gemeinde Trier und Vorstandsmitglied der Trierer Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit, sowie Vorstandsmitglied Thomas Kupczik gegen jegliche Form von Antisemitismus aus.

Auch die Jugendlichen der Kultusgemeinde hätten sich Gedanken gemacht, was es heute bedeute, Gesicht zu zeigen, stellte Sprecherin Taja Bakal dar. „Und wir sagen unseren besonderen Dank an alle, die heute zu uns in die Synagoge gekommen sind und ihr Gesicht zeigen.“ Für ein deutliches „hineni!“, das klare „hier bin ich!“ jedes Einzelnen warb Yoed Sorek in seinem Appell gegen Terror und für den Frieden. „Mord gehört nicht zu Gott“, betonte er. Der „Troubadour von Jerusalem“, wie der Tenor genannt wird, bewegte die Zuhörer mit jiddischen Liedern seiner Großmutter, die den Holocaust in Bergen-Belsen überlebte, mit Melodien russischer Juden und mit dem bekannten „Jerusalem of Gold“.

Weitere Informationen zur Trierer Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit gibt es hier: www.gcjz-trier.de/.

"Wir sind ein gastfreundliches Land"

Im Rahmen seiner von Missio organisierten Reise durch das Bistum Trier machte Tesfaye Petros aus Äthiopien auch in Trier Station. Der Generalvikar des Apostolischen Vikariats Gambella kümmert sich als Pfarrer um acht Gemeinden im heißen Tiefland im Südwesten von Äthiopien. Petros Tesfaye berichtete in seinem Vortrag, dass das Zusammenleben zwischen verschiedenen Volksgruppen nicht einfach ist. Zwischen Bauern- und Hirtenvölkern kommt es immer wieder zu Konflikten. Die Grenzregion ist zudem Zufluchtsort für 420 000 südsudanesische Flüchtlinge. Einheimische wie Flüchtlinge sind bitterarm und deshalb häufig ohne Hoffnung. Sie haben keinen Zugang zu Gesundheitsversorgung, sauberem Wasser oder Schulbildung. „Unsere Mission ist es, denen Hoffnung zu bringen, die keine Hoffnung haben“, sagt Petros. „Die Kirche engagiert sich deshalb vor allem in der Bildungsarbeit und der Gesundheitsversorgung.“ Aufgabe der Kirche sei es – vor allem in einer konfliktreichen Grenzregion wie Gambella – alle Menschen friedlich zusammenzubringen. Auf die Frage eines Zuhörers, was er zu der Feststellung des deutschen Innenministers sage, dass Deutschland mit der Aufnahme von 970 000 Flüchtlinge überfordert sei, während Äthiopien ebenfalls 900 000 Flüchtlinge aufnehme, antwortete der Generalvikar: „Für Äthiopien sind das nicht zu viele Flüchtlinge. Wir sind ein gastfreundliches Land, das mit den Notleidenden teilt.

Deutschland verhindert Familienzusammenführung

Presseerklärung der Landesflüchtlingsräte, des Bundesfachverbands unbegleitete minderjährige Flüchtlinge und PRO ASYL; 5. Dezember 2018

Weiterhin willkürliche Trennung von Eltern und Kindern

Deutschland ignoriert das Urteil des Gerichtshofs der Europäischen Union zum Elternnachzug

Der EuGH hat am 12. April 2018 entschieden, dass unbegleitete Flüchtlinge mit Flüchtlingseigenschaft, die zum Zeitpunkt der Asylantragstellung minderjährig waren, ihr Recht auf Elternnachzug behalten, auch wenn sie vor Einreise der Eltern volljährig werden. Das Urteil wird jedoch in der deutschen Praxis nicht umgesetzt, so dass die willkürliche Trennung von Eltern und ihren Kindern weiterhin an der Tagesordnung bleibt.
Derzeit wird unbegleiteten Minderjährigen, die als Flüchtlinge anerkannt wurden, das Recht auf Nachzug der Eltern verweigert, wenn sie vor der Erteilung der Visa für die Eltern volljährig werden. Aufgrund monate- oder jahrelanger Asylverfahren, langer Wartedauern auf einen Botschaftstermin und auf eine Bearbeitung der Visumsanträge wird jungen Menschen, die während dieses Prozederes volljährig werden, die Zusammenführung mit ihren Eltern verwehrt. Bearbeitungszeiten nationaler Behörden werden damit zu lebensentscheidenden Faktoren für ganze Familien.
Genau auf diesen Missstand hat der EuGH mit seinem Urteil nun reagiert. Im Fall einer niederländischen Antragstellerin entschied er, mit Blick auf den besonderen Schutz der Familie bei erzwungener Trennung gemäß der Richtlinie zur Familienzusammenführung (2003/86), dass es nicht von der Bearbeitungsdauer eines Asylantrags durch die Behörden abhängen darf, ob ein Anspruch auf Elternnachzug besteht oder nicht – und hat damit auch der derzeitigen deutschen Praxis eine Absage erteilt.
Dennoch beharrt das Auswärtige Amt (AA) auf seinem Vorgehen und lehnt weiterhin Anträge auf Elternnachzug ab, wenn anerkannte Jugendliche zwischenzeitlich volljährig geworden sind. Das AA argumentiert, das Urteil sei nicht anwendbar, da es auf der Grundlage eines niederländischen Verfahrens entschieden wurde und damit nicht auf deutsches Recht anwendbar sei. Dabei beziehen sich die Aussagen des EuGH gerade nicht auf die Auslegung niederländischen Rechts, sondern auf die verbindliche Auslegung von EU-Recht, unabhängig von nationalem Recht.
Die Landesflüchtlingsräte, JUMEN e.V., der Bundesfachverband unbegleitete minderjährige Flüchtlinge und PRO ASYL protestieren gegen die Verweigerung, das Urteil umzusetzen.  Der EuGH hat für die Klärung eines weitreichenden Missstandes gesorgt und bei betroffenen Jugendlichen Sicherheit geschaffen für ein Zusammenleben mit ihren Eltern. Die Missachtung von europäischer Rechtsprechung aus fadenscheinigen Gründen auf dem Rücken geflüchteter Jugendlicher muss dringend beendet werden. Die Bundesregierung hat hier dringend für Klarheit zu sorgen.
Die Bundesregierung erklärte zwischenzeitlich, die ablehnende Haltung des Auswärtigen Amtes sei nur mit dem BMI abgestimmt worden. „Weitere Ressorts“ hätten Klärungsbedarf angemeldet, so dass mit einer Ressortabstimmung begonnen wurde.

Die Landesflüchtlingsräte, der Bundesfachverband unbegleitete minderjährige Flüchtlinge und PRO ASYL fordern eine schnelle und europarechtskonforme Umsetzung des EuGH-Urteils.

Demonstration für Familiennachzug 18. Mai 2018

Das Recht auf Familie ist in Deutschland im Grundgesetz verankert und gilt für alle Familien – doch Deutschland verweigert dieses Recht vielen geflüchteten Menschen.
Wir fordern, dass für Familien von Flüchtlingen ein Zusammenleben in Deutschland wieder möglich wird. Geflüchteten ist es nicht zuzumuten in ihre Herkunftsländer, die sie u.a. wegen Krieg und Menschenrechtsverstößen verlassen mussten, zurückzugehen, nur um die Einheit der Familie wiederherstellen zu können.
Wir fordern, dass Minderjährige ihre Eltern und Geschwister nachholen dürfen und Eltern nicht vor die Wahl gestellt werden, sich zwischen ihren Kindern im Heimatland und Deutschland entscheiden zu müssen.
Die Aussetzung des Familiennachzugs in den letzten zwei Jahren hat dazu geführt, dass sich Frauen und Kinder gezwungen sahen, sich auf die lebensgefährliche Flucht nach Europa zu begeben. Dabei hat es wiederholt Todesfälle gegeben, die wir nicht weiter akzeptieren dürfen.
Die Aussetzung des Familiennachzugs reißt Familien auseinander und belastet die z. T. traumatisierten Menschen, die auf die Unterstützung ihrer Familie angewiesen sind, enorm.
Hinzu kommt: Geflüchtete Menschen, die ihre Familienangehörigen bei sich haben, integrieren sich in der Regel sehr viel schneller in unsere Gesellschaft. Sie lernen besser Deutsch und finden infolgedessen auch schneller eine Arbeit. Deshalb profitieren letztlich alle von einem erleichterten Familiennachzug: die Menschen auf der Flucht, die wartenden Familienangehörigen und unsere Gesellschaft.Der aktuell vom Innenministerium vorgelegte Gesetzesentwurf, schränkt die Familienzusammenführung weiter ein, so dass viele Familien noch über Jahre getrennt leben müssen. Ein solches Vorgehen des Staates hat das Bundesverfassungsgericht schon vor über 10 Jahren klar verurteilt.
Deshalb muss Deutschland sich auf eine menschenfreundliche Flüchtlingspolitik besinnen und das Grundrecht und Menschenrecht auf Familie durch die Wiederinkraftsetzung des Familiennachzugs verwirklichen. Familien gehören zusammen!

Demonstration am 18.5.2018 in Trier

Beitrag über die Demo auf SWR Landesschau aktuell: swrmediathek.de/player.htm

Kita Begegnungstag

Rund 350 Erzieher*innen aus den Einrichtungen der Kita gGmbH feierten in der Heiligkreuzer Kirche einen Wortgottesdienst als Auftakt zu ihrem Begegnungstag. Im Anschluss an den Gottesdienst beschäftigten sie sich intensiv mit dem neuen Rahmenleitbild des Bistums Trier.

Jüdisch-Christliche Gemeinschaftsfeier 2018

"Angst überwinden - Brücken bauen"

Einem aktuellen Thema widmete sich die Jüdisch-Christliche Gemeinschaftsfeier, die am Sonntag im Rahmen der Woche der Brüderlichkeit stattfand. Sie stand unter dem Motto "Angst überwinden - Brücken bauen". Jugendliche aus der jüdischen Kulturgemeinde bauten in der Matthias-Basilika eine symbolische Brücke, die mit den Bausteinen "Neugier, Mut, Kommunikation, Empathie, Weltoffenheit, Unterstützung und Toleranz" den Weg weisen sollte vom Misstrauen zum Vertrauen zwischen Menschen unterschiedlicher Religionen, Völker und Hautfarbe. Es folgten vier Beispiele, wo in Trier Menschen in Gegenwart und Vergangenheit vertrauensvolle Brücken gebaut haben. So erinnerte Pastoralreferent Thomas Kupczik an den evangelischen Pfarrer Klaus Lohmann in der Nazizeit, der kurz nach der Reichspogromnacht mutig die Judenverfolgung in einer Predigt anklagte und die Christen mahnte, sich an diesem unbarmherzigen Treiben nicht zu beteiligen, denn Gott stehe auf der Seite der Armen und Bedrängten. Pfarrer Lohmann besuchte auch immer wieder jüdische Familien und betete zusammen mit ihnen die Psalmen. Diesem Tun von Pfarrer Lohmann schlossen sich auch die jüdischen und christlichen Gläubigen in der Basilika an, und beteten zusammen den 23. Psalm, der Gott als guten Hirten beschreibt, der den Menschen Schutz und Begleitung gerade in schwierigen Lebensabschnitten verspricht. Der Gottesdienst, den der jüdische Gemeindechor mitgestaltete, wurde mit einem Segen in deutscher und hebräischer Sprache durch Abt Ignatius von der Benediktinerabtei Trier und Rabbiner Grodensky aus Esch sur Alzette beendet.

Biblische Liebes-Poesie

Das Hohelied der Liebe im Alten Testament ist ein ungewöhnliches Buch in der Bibel. Dort finden sich poetische Sätze wie „meine Freundin, siehe, du bist schön. … Dein Haar gleicht einer Herde von Ziegen, die herabzieht von Gileads Bergen.“ Die zweitausend Jahre alte Bilderwelt erschwert allerdings den Zugang zu diesem Buch. Deshalb hatte die Ökumenische Bibelwoche in Trier es sich zum Ziel gesetzt, diesen Text auch modernen Menschen zu erschließen. So suchten die TeilnehmerInnen in einem ersten Schritt moderne Bilder für eine poetisch, liebevolle Beschreibung. „Du bist so stark wie ein Bär“, „deine Hände sind zärtlich wie ein Sommerwind“, „du bist zuverlässig wie ein schöner alter Baum“ und „deine Haare wehen wie ein Saharawind am Nordseestrand“ waren nur einige Beispiele für diese kreative Suche. Das Hohelied besingt die Liebe, ohne sich genauer festzulegen, ob damit die Liebe zwischen zwei Menschen oder die Liebe zwischen Gott und Mensch besungen wird. Und deshalb unternahmen die Teil-nehmerInnen des Ökumenischen Bibelabends den Versuch, anhand von Vorlagen aus den Psalmen ihre Beziehung zu Gott auch in Worte zu fassen: „Du Barmherziger, du schenkst mir Geborgenheit. Auf dich kann ich mich verlassen – auch gerade in schwierigen Zeiten. Wenn ich kraftlos bin, bist du da und gibst mir neuen Mut. Ich baue auf dich!“ Am Ende des Abend stellten die TeilnehmerInnen fest, dass das Hohelied der Liebe ganz neu und vielsagend zu ihnen spreche. Und das die Poesie in der Kirche nicht zu kurz kommen dürfe.

Aramäisch-arabisches Weihnachtskonzert 17. Dezember 2017

Freizeitleitermarkt 2017

Am 1. April fand von 9:30 bis 18:00 der Freizeitleitermarkt für Jugendliche und Junge Erwachsene im Mergener Hof statt.

Ein Tag mit 13 verschiedenen Möglichkeiten neue Ideen zu sammeln, Wissen aufzufrischen, in unbekannte Themen reinzuschnuppern: „Von Allergie bis Zeckenbiss. 1. Hilfe unterwegs“ bis hin zum Workshop „Topfschnuppern. Lecker Kochen mit Gruppen“ und anderes mehr. Neben den Anregungen durch die Inhalte der Workshops bieten auch der Austausch mit anderen Leiterinnen und Leitern oft wichtige Impulse für die eigene Arbeit.

Die Teilmnahme an der Tagesveranstaltung berechtigt zur Verlängerung der Juleica. Ebenso konnten einige Workshops auch für die Modulausbildung der DPSG angerechnet werden – genauere

Infos dazu bei der DPSG direkt.

Weitere Infos und Anmeldung bei der Fachstelle für Kinder- und Jugendpastoral Trier oder bei Florian Kunz – Pastoralreferent im Dekanat Trier – 0651/ 97 59 111 – florian.kunz(at)bistum-trier.de

 

Verabschiedung von Domkapitular Hans Wilhelm Ehlen als Pfarrer von Liebfrauen und von Diakon Herbert Knobloch am 12. März 2016

  • Die Idee
  • Der Tag
  • Die Impulse
  • Die Weiterarbeit
  • Die Projekte

Katholisch sein in Trier war bisher ganz selbstverständlich in Pfarreien, Klöstern und Verbänden. Wir ahnen: das wird so nicht bleiben. Was wird Bestand haben? Was wird sterben? Was wird neu entstehen? Diese Fragen machen Angst, vielleicht auch Mut.

Veränderungen muss man nicht nur erleiden, man kann sie gestalten. Wir glauben fest: der Heilige Geist führt die Kirche. Hinter den Problemen warten Lösungen. Denen wollen wir auf die Spur kommen - mit Ihnen!

Menschen aus den Pfarreien, den Klöstern, der Hohen Domkirche, den Verbänden, der Caritas, den KiTas, den Schulen. Mit allen, die Interesse haben an einer lebendigen katholischen Kirche in der Stadt Trier - und das tun wir mit Hilfe der Open-Space-Methode, bei der jeder und jede sein/ihr Thema zur Diskussion stellen kann!

„Bring mit, was du hast - gib, was du bist!“
Samstag, 28. Januar 2017
Angela-Merici-Gymnasium Trier
9:30 bis 16:00 Uhr

Sie brauchen nicht viel mitzubringen. Etwas zum Essen für das Indoor-Picknick und das, was Sie bewegt – Ihr Thema! Kommen Sie nicht alleine, bringen Sie gerne jemanden mit.

Anmeldung nicht erforderlich, aber hilfreich!
Dekanat Trier - Paulusplatz 3 - 54290 Trier - 0651/97 94 190 - dekanat.trier@bistum-trier.de

Der ganze Tag, ein Gottesdienst

Begrüßung

Einfach spitze, dass Ihr da sein! Ehrlich. Einfach spitze. Entwürfe zur Zukunft der Katholischen Kirche in der Stadt Trier. Auf dem Weg von Gestern nach Morgen. Heute.

Am Anfang waren wir im Dekantsteam total begeistert von der Idee... Wir wollten uns mit den Menschen hier in Trier dieser Riesen-Herausforderung nähern - mit denen, die zu unserer Kirche gehören, mit den Schwestern und Brüdern aus der großen christlichen Familie, mit allen Menschen, die ein Interesse haben an unserer Kirche, an unserem Glauben, an unseren Werten, an unserem Dienst.

Wir wollten das ganz anders tun als sonst. Ohne Papier. Ohne Festredner. Ohne Vorgaben. Oder nur mit ganz wenigen, die verraten wir gleich. Wir wollten die eingespielten Muster knacken, die Gespräche, wo alle immer das sagen, was sie immer sagen. Wir wollten den ganzen Tag als Gottesdienst feiern. Vor Gott und mit Gott. Mal ganz anders.... Dann wurden die Fragen wach, die Zweifel: Ist das die richtige Form? Die richtige Sprache?

Bring mit, was du hast - gib, was du bist! Wen mag das ansprechen? Wer kann darunter was vorstellen? Wer kann sich nichts vorstellen und kommt doch? Wer mag denn überhaupt kommen? Aus dem Pfarreien, den Gruppen, den Kitas und der Caritas, den Klöstern und dem Dom? Wer mag denn kommen - über die katholische Szene hinaus? Was mögen die Leute wohl mitbringen? Welches Essen? Welche Themen? Welche Fragen? Welche Erwartungen? Welche Befürchtungen? Welche Neugier? Welchen Ärger? Welche Lust? Wie mag es wohl weiter gehen mit der katholischen Kirche in Trier? Wie gehen wir selbst weiter? In der Kirche - an ihrer Seite? An ihr vorbei? Wie geht die Kirche in uns weiter?

Jetzt ist es zu spät, um kalte Füße zu kriegen. jetzt haben wir angefangen. Jetzt wird es - wie es wird. Einfach spitze! Einfach spitze, dass Du da bist, Gott! Den ganzen Tag über. Vorher und nachher. In jedem und jeder einzelnen - in uns als Gemeinschaft. Uns gegenüber - als Anspruch, als Zuspruch... Einfach spitze, dass wir heute morgen zusammen sindIm Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes! Amen. Der Herr sei mit Euch! A: Und mit deinem Geiste!

Der Anfang ist gemacht! Gut. Jetzt geht's weiter. Einfach spitze, dass Ihr beiden da seid, Anja Peters und Christian Heckmann, 2 wichtige Menschen in unserer Bistumssynode - und jetzt in der Umsetzung der Synodenergebnisse. einfach spitze, den Tag mit uns vorbereitet habt, dass Ihr uns anleitet - UNSERE Themen zu finden, das, was uns lieb und wichtig ist, das, was uns aufregt, das wofür wir kämpfen wollen, dass wir genau das entdecken und mit anderen teilen. Wie das geht - das erklärt Ihr uns jetzt! Herzlich willkommen.

Gebet zu Beginn

Barmherziger Gott, du hast uns zusammen gebracht an diesem Tag, aus der Kirche in der Stadt Trier, aus dem Pfarreien, den Gruppen und Gemeinschaften, den Einrichtungen, Diensten und Klöstern, aus der weiteren christlichen Familie, aus der Stadt.

Wir spüren, dass sich vieles ändern wird in der Art und Weise, wie wir den Glauben leben, wie wir deine Kirche sind. Wir spüren, dass wir neu wahrnehmen müssen, wohin du uns rufst. Wir bitten dich um deinen Geist: dass uns bewusst wird, was du in uns gelegt hast, dass wir miteinander teilen, was wir haben und wer wir sind, dass wir erkennen, wohin du uns rufst.

Segne uns in dieser Zeit, die wir jetzt miteinander verbringen. Amen.

Evangelium

Aus dem Evangelium nach Matthäus.

Als Jesus all das hörte, fuhr er mit dem Boot in eine einsame Gegend, um allein zu sein. Aber die Leute in den Städten hörten davon und gingen ihm zu Fuß nach. Als er ausstieg und die vielen Menschen sah, hatte er Mitleid mit ihnen und heilte die Kranken, die bei ihnen waren.

Als es Abend wurde, kamen die Jünger zu ihm und sagten: Der Ort ist abgelegen und es ist schon spät geworden. Schick doch die Menschen weg, damit sie in die Dörfer gehen und sich etwas zu essen kaufen können.

Jesus antwortete: Sie brauchen nicht wegzugehen. Gebt ihr ihnen zu essen! Sie sagten zu ihm: Wir haben nur fünf Brote und zwei Fische bei uns. Darauf antwortete er: Bringt sie her!

Dann ordnete er an, die Leute sollten sich ins Gras setzen. Und er nahm die fünf Brote und die zwei Fische, blickte zum Himmel auf, sprach den Lobpreis, brach die Brote und gab sie den Jüngern; die Jünger aber gaben sie den Leuten, und alle aßen und wurden satt.

Als die Jünger die übrig gebliebenen Brotstücke einsammelten, wurden zwölf Körbe voll. Es waren etwa fünftausend Männer, die an dem Mahl teilnahmen, dazu noch Frauen und Kinder.

Kommuniongebet

So also hast Du uns genährt, barmherziger Gott, am heutigen Tag!

Mit dem Mahl deines Sohnes, in Brot und Wein, mit seinem Wort, mit der Gemeinschaft derer, die ihm nachlaufen, und die so unterschiedlich sind, einmalig und anders. Du hast uns genährt mit 5 Broten und 2 Fischen - 5.000 Familien. Den einen liegen sie schwer im Magen, die anderen denken wehmütig zurück an die Fleischtöpfe Ägyptens. Für andere ist es die Nahrung für den Auszug, den Weg in die Freiheit, Manna, Brot und Wasser für den Weg - und wieder andere schmecken schon das himmlische Hochzeitsmahl.

Gott, uns allen hast du deine Kirche anvertraut, in unserer Zeit, an diesem Ort. Wir sind ja nicht nur Gäste an deinem Tisch, wir sind ja auch die Frauen und Männer, die du in den Dienst nimmst die bei Tisch bedienen - die dafür sorgen sollen, dass alle satt werden.

Gott, vielleicht konnten wir heute spüren, dass wir nicht allein sind - mit unseren Ideen, unseren Hoffnungen und unserer Leidenschaft. Viele haben mitgebracht, was sie haben, viele haben gezeigt, wer sie sind. Vielleicht konnten wir spüren, dass unsere Begabungen und Talente zusammen passen und zusammen wirken.

Gott, lass das Wunder wieder geschehen - hier in Trier, im Jahr 2017. Und in der Zeit, die kommt.

Wie würde Papst Franziskus sagen? Adelante - schreiten wir voran! Amen.


(RS)

 

Pressebericht

Bericht vom Bischöflichen Pressedienst, Dienstag, 31. Januar 2017

"Gib, was du bist"

Synode: Zukunft der Kirche im Dekanat Trier ist Thema bei Workshoptag

Trier   Veränderungen mitgestalten. Mit der Zukunft der Kirche im Dekanat Trier haben sich am 28. Januar rund 150 Gläubige bei einem Workshop-Tag auseinandergesetzt. Ausgangspunkt war die Synodeim Bistum Trier und die Möglichkeiten, diese auf das kirchliche Leben in und um die Stadt Trier zu übertragen und mitzugestalten. „Bring mit, was du hast – gib, was du bist!“ war die Veranstaltung des Dekanats Trier im Bischöflichen Angela-Merici-Gymnasium überschrieben. 

Wie können sich die verschiedenen kirchlichen Einrichtungen in Trier besser vernetzen? Welche gottesdienstlichen Angebote können geschaffen werden? Wie können Angebote für junge Leute zukünftig aussehen? 

„Ich finde es gut, über die Zukunft zu sprechen“, sagt Freya Gehrke (17) aus Trier-Zewen. „Es gibt wohl keine perfekte Lösung“, sagt die junge Frau. „Aber man muss miteinander reden und sich gemeinsam auf den Weg machen.“ Das findet auch Pascal Schneider (18) aus Trier-Zewen. Er habe sehr viel aus der Jugend- und Messdienerarbeit in seiner Heimat-Pfarrei mitgenommen. „Es wäre schade, wenn man das nicht an andere junge Menschen weitergeben kann.“ Denn Kirche bedeute auch Gemeinschaft. 

Kirche sei für alle Menschen da, „die hier leben“, sagt der Leiter des Dekanats Trier, Dechant Ralf Schmitz. Synode, das bedeute für ihn „ein gemeinsamer Weg mit all seinen Herausforderungen und Chancen“, sagt Schmitz. Ein Weg habe einen Ausgangspunkt, und ein Ziel, das in der Zukunft liege. Der Workshoptag sei ein erster gemeinsamer Schritt. Dabei gehe es nicht darum, den Menschen Themen und Formen vorzugeben, sondern sie gemeinsam zu entwickeln. „Am Ende stehen Ideen, an denen wir weiterarbeiten“, erklärt Schmitz. Ein wichtiger Ort hierfür werde etwa der neue Dekanatsrat sein. 

Von 2013 bis 2016 hat im Bistum Trier eine von Bischof Dr. Stephan Ackermann einberufene Bistumssynode getagt. Aus ihr ging das Abschlussdokument „heraus gerufen. Schritte in die Zukunft wagen“ hervor, in dessen Umsetzungsphase sich das Bistum Trier derzeit befindet. Weitere Informationen: www.herausgerufen.bistum-trier.de

(ChW)

... Seite wird gerade erstellt ...

Der weitere Prozess von "katholisch in Trier"

Beschluss der Dekanatskonferenz Trier am 7. Februar 2017

Zielfoto vor der Sommerpause 2017

  1. Die Prozessbeschreibung zur Weiterarbeit ist erstellt und verabredet. Veröffentlichung Dekanatshomepage
  2. Die Felder "mit Energie" von TeilnehmerInnen bei KiT sind identifiziert. Eine Arbeitsgruppe erstellt eine Vorlage. Information an Mitglieder der Deko und Ehrenamtliche, die bei KiT dabei waren. Alle erhalten den Gesamtüberblick. Mit Bitte um Rückmeldung.
  3. Es sind Verantwortliche/Kümmerer für die Energie-Felder gefunden. Information an alle TeilnehmerInnen von KiT, Dekanatskonferenz, Räte, kategoriale Seelsorge, Orden, Dom... Veröffentlichung auf der Dekanatshomepage
  4. Die Interessierten treffen sich und vereinbaren, ob und wie sie weiterarbeiten.
  5. Projekte sind entwickelt und beschrieben. Information an alle TeilnehmerInnen von KiT, Dekanatskonferenz, Räte, kategoriale Seelsorge, Orden, Dom... Veröffentlichung auf der Dekanatshomepage
  6. Die Projektteams haben sich zum ersten Mal getroffen.

Katholisch in Trier - Entwürfe zur Zukunft der Kirche in Trier

Rund 130 Teilnehmer*innen diskutierten engagiert über die Zukunft der katholischen Kirche in Trier

Katholisch in Trier - Entwürfe zur Zukunft der Kirche in Trier

Eindrücke von der Dekanatsklausur 2016 in St. Thomas

19.05.2016 -- Kunstaktion Engel der Kulturen

16.04.2016 -- Podiumsdiskussion "Ich war fremd und obdachlos ..."

Inhaltlich ging es um die Frage, wie die Integration der Flüchtlinge gelingen kann. Welche Rahmenbedingungen müssen erfüllt sein, damit Integration möglich wird? Welche politischen Entwicklungen wirken sich negativ auf diesen Prozess aus? Wie wichtig ist ehrenamtliches Engagement und wie arbeiten Verwaltungen mit Ehrenamtlichen zusammen?


Eindrücke von der Dekanatsklausur im November 2015 in St. Thomas

Verabschiedung von Pastoralreferent Gregor Burgard in den Ruhestand