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Die ökumenisch verantwortete Kampagne „#beziehungsweise –jüdisch und christlich: näher als du denkst“ möchte dazu anregen, die enge Verbundenheit des Christentums mit dem Judentum wahrzunehmen. Auch und gerade im Blick auf die Feste wird die Verwurzelung des Christentums im Judentum deutlich. Mit dem Stichwort „beziehungsweise“ soll der Blick auf die aktuell gelebte jüdische Praxis in ihrer vielfältigen Ausprägung gelenkt werden. Die Kampagne ist ein Beitrag zum Festjahr 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland.

Aktuell finden wir uns dabei in einer gesellschaftlichen Situation wieder, die durch ein Erstarken von Antisemitismus und weiterer Formen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit geprägt ist. Übergriffe gegen jüdische Bürger*innen, Hetze und Verschwörungsmythen in den Sozialen Medien nehmen weiterhin zu. In einer respektvollen Bezugnahme auf das Judentum, die zur positiven Auseinandersetzung mit der Vielfalt jüdischen Lebens in Deutschland anregt, will die Kampagne auch einen Beitrag zur Bekämpfung des Antisemitismus leisten.

Zu den einzelnen Monatsplakaten gibt es die unten stehende Kurzfassung und eine Langfaasung, die Sie über diesen Link erreichen.

Auf der Seite der Kampagne gibt es auch Material für den Unterricht und für die Öffentlichkeitsarbeit

Grußwort vom Präsidenten des Zentralrats der Juden in Deutschland

Dr. Josef Schuster
Präsident des Zentralrates der Juden in Deutschland

„… Die Plakatkampagne #beziehungsweise: jüdisch und christlich – näher als du denkst begrüßt der Zentralrat der Juden sehr. Dass ausgehend von einer Initiative der EKBO nun eine ökumenische Kampagne mit bundesweitem Charakter entstanden ist, die Antisemitismus und dessen christliche Wurzeln durch Plakate thematisieren will, verdient Anerkennung. 

Es freut uns zu hören, dass die Kampagne die Gemeinsamkeiten zwischen Juden und Christen, aber auch die Unterschiede in den Blick rücken will. Eine derart niedrigschwellige Kampagne kann sicherlich dazu beitragen, die Sensibilität in der Gesellschaft für Antisemitismus und das Wissen darüber sowie über das christlich-jüdische Verhältnis zu vergrößern. Wir hoffen, dass die Kampagne weite Verbreitung findet“.

Freitagnacht Jews - schnelles Schabbat-Dinner

In der neuen WDR Sendung "Freitagnacht Jews" stellt Moderator Daniel Donskoy sich und seinen Gästen die Frage, welche Rolle die jüdische Identität in ihrem Leben spielt. Die Gäste sind jung und jüdisch und erzählen davon. Dabei essen sie Latkes und Borschtsch, lachen viel und trinken Schnaps. Eine Neonschrift erklärt dem Publikum Begriffe wie "Le Chaim" und "Pessach" und nach kurzen 25 Minuten ist die Sendung, die sich mit schnellen Schnitten und bunten Bildern an ein junges Publikum richtet, auch schon vorbei. Zu finden ist die Sendung in der ARD Mediathek oder ab 18. Juni 2021 um 23.30 Uhr im WDR.

Verfolgt und umworben - 1700 Jahre jüdisches Erbe in Rheinland-Pfalz

Zum Festjah "1700 Jahre Jüdisches Leben in Deutschland" hat der SWR den sehr interessanten Film "Verfolgt und umworben - 2000 Jahre jüdisches Erbe" gedreht. Sie finden ihn in der ARD-Mediathek.

In der Geschichte von Rheinland-Pfalz gab es Zeiten kultureller Blüte und Akzeptanz jüdischen Lebens, aber auch Judenverfolgung und Pogrome. Wie sieht jüdisches Leben heute aus? All diesen Themen und Fragen geht der Film nach.

Judenhass - was hat das mit mir zu tun?

Judenhass ist tief in unserer Gesellschaft verwurzelt – aber woher kommt er eigentlich? Schon im Mittelalter wurden Juden verfolgt, weil man ihnen angebliche Kindsmorde unterstellt hat. Bis heute halten sich Verschwörungsmythen gegen Jüdinnen und Juden. Von der Brunnenvergiftung bis zur Weltverschwörung – irgendwie wird ihnen immer die Schuld gegeben. Warum? Link zum Video

"Rechnen mit Ausbruch eines offenen Antisemitismus"

Im Zuge der Corona-Proteste werden alte Feindbilder neu entfacht. Die Nähe zu Verschwörungsideologien der Szene führt zu einer Verbreitung des Antisemitismus in Deutschland. Die Vorsitzende der Antonio Amadeus Stiftung, Anetta Kahane, warnt vor einem Rückfall in düstere Zeiten. (Link zu ihrem Pressestatement)

"Jeder Vierte" - eine Webseite mit kurzen Filmen, die über antisemitische Stereotype aufklärt

Antisemitismus begleitet jüdische Menschen im Alltag. Das interaktive Webvideoprojekt "Jeder Vierte" der FreeTech Academy stellt sechs real erlebte Situationen von Hass, reproduzierten Vorurteilen oder Ignoranz in reduzierter Form mit Darsteller*innen nach, was Distanz für die analytische Betrachtung schafft. Im Anschluss berichten die echten Protagonist*innen zu von den Nutzer*innen wählbaren Fragen von den Erlebnissen und ihren Emotionen. Zusätzlich schätzt ein Antisemitismus-Experte jedes Ereignis ein. Hier ist der Link zur Webseite.

Verschwörungsdenken und Antisemitismus im Kontext von Corona