Willkommensnetz für Flüchtlinge im Dekanat Trier

Ökumenische Beratungsstelle für Flüchtlinge, Dasbachstraße 21, 54292 Trier, Tel. 0651 9910600, fluechtlingsberatung(at)diakoniehilft.de

Migrationsberatung der Caritas: die Migrationsberatung der Caritas ist ein Angebot für Migrantinnen und Migranten in der Stadt Trier, in den  Kreisen Trier-Saarburg und Bernkastel-Wittlich: Bruchhausenstraße 16a, 54290 Trier, Tel. 0651 2096354

International Christian Prayer, Welschnonnenkirche 11.00 Uhr, alle vier Wochen. Die nächsten Termine: 27.11.2016

Projekt Willkommenspaten: Flüchtlinge, die Begegnung mit Einheimischen und Hilfe in Alltagsfragen suchen, kann ein Willkommenspate vermittelt werden.

Weitere Infos: https://www.facebook.com/Willkommensnetz-f%C3%BCr-Fl%C3%BCchtlinge-in-Trier-1455876574716689/

 

Willkommens-Cafe in Trierer Pfarreien

Wilkommens-Café im Treffpunkt am Weidengraben, alle vier Wochen Montags 15-17.00 Uhr.

Willkommens-Cafe in St. Matthias: Termine:

Donnerstags (Termin erfragen): jeweils 17.00 bis 19.00 Uhr

Gegen die Kriminalisierung von Kirchenasyl

In einem Leserbrief in der Rhein-Hunsrück-Zeitung nimmt das ehrenamtliche Team des Café international in Büchenbeuren Stellung zu den Anzeigen gegen und Hausdurchsuchungen bei den Pfarrer*innen kirchenasylgewährender Gemeinden. Wir empfehlen dringend die Lektüre!     

„Wir fühlen uns dem kriminellen Spektrum zugeordnet“

Wir, die ehrenamtlichen Mitarbeiter im Café International in Büchenbeuren, sind besorgt. Müssen auch wir mit Repressalien (polizeilichen Maßnahmen) rechnen? Schließlich haben wir die Menschen im Kirchenasyl versorgt und betreut. Durch eine Übereinkunft des Landes Rheinland-Pfalz mit den Kirchen fühlten wir uns in unserem Handeln geschützt. Angefangen von der Ministerin Spiegel über die Ausländerbehörde bis hin zur Polizei wussten alle, wo die Menschen im Kirchenasyl zu finden waren. Uns war klar, Kirchenasyl ist eine moralische Instanz, und die Abschiebung der Geflüchteten könnte jederzeit durchgesetzt werden. Dies geschah nicht, zu groß ist bis jetzt der Respekt vor dieser altehrwürdigen Möglichkeit, Menschen aus humanitären Gründen zu schützen.

Die Anzeige gegen die fünf Pfarrer und die damit verbundenen Razzien sind uns völlig unverständlich. Wir arbeiten schon seit über vier Jahren mit den Geflüchteten. Von Anfang an gab es gelegentlich Kirchenasyle, das hinderte 2015 und 2016 fast keine Partei daran, sich mit unserer Arbeit solidarisch zu zeigen. Wir galten in dieser Zeit als Vorzeigeprojekt in Sachen Flüchtlingsarbeit und Willkommenskultur. Unsere Arbeit und unser Einsatz haben sich nicht verändert, sind aber in einem Klima der zunehmenden Ablehnung der Asylsuchenden immer schwieriger geworden. Zuerst wurden wir spöttisch zu Gutmenschen degradiert, dann mussten wir mit Sorge miterleben wie fremdenfeindliche Schmierereien im Dorf auftauchten, für die wir erst einmal den rechten Rand der Gesellschaft verantwortlich machten.

Wir sind nicht die Ersten, denen diese Behandlung zuteilwird. Auch der Landkreis Mainz-Bingen – ebenfalls unter CDU Führung – hat sich in der Vergangenheit hier hervorgetan und sich bemüht, Ehrenamtliche in der Flüchtlingshilfe abzuschrecken und in ihrem Engagement zu behindern. Jetzt fühlen wir uns von Herrn Bröhr dem kriminellen Spektrum zugeordnet. Ausgerechnet von einem Politiker der Partei, die für christliche Werte stehen sollte. Dies verbitten wir uns!

Unsere Arbeit ist unter anderem christlich motiviert und wichtig für unsere gesamte Gesellschaft. Einerseits auf politischer Ebene für das Ehrenamt zu werben und es andererseits durch eine Kriminalisierung zu beschädigen, steht für uns in erheblichem Widerspruch.

Das ehrenamtliche Team des Café International, Büchenbeuren