Herzlich willkommen!

Katholische Kirche in der Stadt Trier

Schön, dass Sie da sind!

Sie besuchen die Homepage des Dekanats Trier. Hier können Sie sich über das vielfältige Angebot unserer Pfarreien, Pfarreiengemeinschaften und kirchlichen Einrichtungen informieren. In Trier setzten sich viele Menschen für ihren Glauben, die Gemeinschaft und ihre Nächsten ein.

Zusammen mit zwei Pfarreien und fünf Pfarreiengemeinschaften sind wir die Katholische Kirche in der Stadt Trier. Ebenso hat die Katholische Gehörlosengemeinde im Bistum Trier in unserer Stadt ihr Pfarrhaus.

Herzliche Einladung zu unseren Veranstaltungen

  • 12.7.-21.7.19 -- Religiöse-Kinder-Woche im Schloss Dreilützow (MV)

    Was ist die RKW?
    Die Religiöse-Kinder-Woche ist eine Ferienfreizeit. Sie dauert 10 Tage.
    Was macht man da so?
    Einiges. Wir gestalten ein buntes Programm. Jedes Jahr gibt es ein Motto. Dieses Jahr: „Die Kraft der VIER“ Hinter dem Motto steht meistens ein Thema aus der Bibel. Dieses Jahr geht es um vier Texte aus der Bibel.
    Aber das ist doch langweilig…
    Nein, gar nicht. Es gibt zu jedem Thema tolle Aktionen, die wir in Gruppen machen. Es ist jedes Jahr spannend, was man da so erfährt.
    Also geht´s die ganze Zeit nur um Reli und so?
    Nein. Unsere Betreuer gestalten tolle Workshops. Wir haben schon Raketen gebastelt, oder Impro-Theater gespielt. Und es gibt viele Spieleangebote. Auch eine Olympiade.
    Richtig aufregend ist die Nachtwanderung hab´ ich gehört.
    Genau. Die geht´s durch den Wald und durch das Schloss. – gruselig.

    Und wer organisiert das Ganze?
    Die Pfarrei St. Matthias zusammen mit der Pfarrei St. Benedikt um die Huysburg.
    Können die das denn?
    Klar. Die fahren schon seit vielen Jahren dort hin. Viele ehemalige Teilnehmer sind jetzt als Betreuer dabei.
    Und wie kommt man da hin?
    Von Trier aus, fahren wir mit dem Zug nach Hamburg und von da aus mit dem Bus weiter. Es dauert ein bisschen, aber mit Spielen unterwegs, wird es nie langweilig
    Was muss ich tun, wenn ich mitfahren will?
    Du meldest dich einfach im Pfarrbüro St. Matthias in Trier-Süd oder bei Heiko Paluch, dem Gemeindereferenten n St. Matthias, füllst die Anmeldung aus und überweist den Teilnahmebeitrag.
    Aber das ist doch noch nicht alles was ich wissen muss?

    Dann komm einfach mit Mama, Papa, Oma oder Opa zu unserem Infoabend.

    INFOABEND für Eltern und Teilnehmer.
    1. Möglichkeit: Freitag 15. März, 19:30 Uhr im Pfarrzentrum St. Matthias
    2. Möglichkeit: Mittwoch, 20. März, 19:30 Uhr im Pfarrzentrum St. Matthias
    Wir geben weitere Infos zum Ort, zeigen Bilder und beantworten Ihre/eure Fragen.


    ANMELDUNG
    1. Möglichkeit: www.st-matthias-trier.de
    Anmeldeformular ausdrucken und im Pfarrbüro abgeben.
    2. Möglichkeit: Eine Mail an Paluch@stmatthias.de
    Teilnahme ab dem 3. Schuljahr, Teilnahmebeitrag: € 250,00 (für jedes weitere Kind € 230,00)
    INFO 1: Die Teilnahmebeiträge sind nicht kostendeckend. Wenn Sie können, freuen wir uns über weitere Zuwendungen. Damit ermöglichen Sie auch den Kindern die Teilnahme, die die Kosten nicht tragen können.
    INFO 2: Wenn Sie die Fahrt finanziell nicht leisten können, wenden Sie sich bitte an uns. Kein Kind muss deswegen zuhause bleiben

    Weitere Infos in dem PDF-Flyer in der Rechte Spalte auf dieser Seite ganz unten !

  • 27.9. - 2.10.19 -- Segelfreizeit für Erwachsene (zwischen 25 und 40 Jahren)

    „Auf nach Neusehland“ 

    Auszeit unter Segeln für Sinnsucher zwischen 25 und 40

    „Auf nach Neusehland“ heißt es für Menschen zwischen 25 und 40 Jahren, die mit uns zu einer besonderen Segeltour auf dem Ijssel- und Wattenmeer aufbrechen wollen. Gemeinsam mit einem erfah-renen Skipper und einem Matrosen segeln wir mit dem Klipper Tjidgeest („Zeitgeist“) an der holländischen Nordseeküste. Neben dem Segeln bietet das Schiff die Möglichkeit, sich eine Auszeit vom Alltag zu gönnen. Impulse am Morgen begleiten uns durch den Tag. Den Abend beschließen wir in gemütlicher Runde.

     

    Termin: Freitag, 27. September 2019 –  Mittwoch, 2. Oktober 2019

    Anmeldeschluss: 1.Mai 2019

    Kosten:399€

    Infos & Anmeldung:Pastoralreferentin Natalie Bauer, natalie.bauer(at)bistum-trier.de, Tel.: 0651-9794194

    Flyer zum Downlad (bitte hier anklicken)

Ideenwerkstatt zur Pfarrei Trier

  • Die Idee
  • Der Tag
  • Die Ergebnisse
  • Die Veranstaltungen zuvor

Die Pfarrei Trier kommt!

Bis spätestens zum 1. Januar 2022 ist es voraussichtlich so weit.

Die PFARREI TRIER kommt. Sie fällt nicht vom Himmel.

Es gibt sie schon jetzt. In unseren Köpfen und Herzen, in unseren Erfahrungen, Träumen und Ideen.

Darüber haben wir am 26. Januar 2019 geredet. Miteinander. Und mit Gott. 

Wir haben die neuen Pläne des Bistums kennengelernt und für uns übersetzt. 

Dabei sind Bilder einer neuen Kirche entstanden: bunt, lebensnah, engagiert.

 

Die Dokumentation der Ideenwerkstatt finden Sie in dieser Übersicht. 

 

 

„Glaube im Alltag – und ob das geht!“

Ideenwerkstatt des Dekanats Trier lud zum Austausch über die Pfarrei der Zukunft

Trier – Knapp 100 Menschen, die haupt- oder ehrenamtlich in der katholischen Kirche in Trier engagiert sind, haben sich am 26. Januar im Foyer des Bischöflichen Angela-Merici-Gymnasiums in Trier auf Einladung des Dekanats Trier versammelt, um gemeinsam über die Pfarrei der Zukunft (PdZ) Trier zu diskutieren. Auf dem Plan der „Ideenwerkstatt“ standen ein Informations- und Frageteil sowie ein kreativer „Marktplatz“; die Teilnehmerinnen und Teilnehmer feierten zusammen einen Wortgottesdienst und eine Eucharistiefeier.

Zwei Tendenzen wurden am Vormittag im Gespräch mit Christian Heckmann, dem Leiter der Stabsstelle Synodenumsetzung im Bistum Trier, besonders deutlich: die Verunsicherung darüber, wie es weitergehen soll, und die Enttäuschung, noch nicht in der ersten Phase der Umsetzung mit dabei zu sein. Während 13 Pfarreien der Zukunft im Bistum Trier bereits am 1. Januar 2020 errichtet werden (die übrigen 22 folgen bis 2022), müssen sich die Gläubigen im Dekanat Trier noch gedulden. „Wir waren bereits gut aufgestellt und haben in den letzten Jahren intensiv inhaltlich gearbeitet. Nun fühlen wir uns ein wenig ausgebremst“, sagt Katja Bruch, Pastoralreferentin im Dekanat Trier.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer griffen die Unsicherheiten des Vormittags auf und verwendeten sie am Nachmittag als Ausgangspunkte für konstruktive Diskussionen. Die Fragen „Was erachte ich persönlich als erhaltenswert? Was soll Neues entstehen?“, so Moderator Peter Bender, dienten als Leitfaden. Der zentrale Begriff „Orte von Kirche“ stand dabei im Mittelpunkt. Wie vielfältig diese sein können, bewiesen die Stellwände, auf denen alle Idee zusammengetragen wurden: Auf bunten Karteikarten fanden sich nicht nur die Namen von prominenten Trierer Gotteshäusern, sondern auch Initiativen wie integrative Cafés, Pflegeeinrichtungen oder Bibelgesprächskreise. Es müsse allerdings bald entschieden werden, wie genau diese Zusammenschlüsse von Katholikinnen und Katholiken gesteuert werden sollen und auch, wie sie auf vorhandene Ressourcen zugreifen können, resümierte David Bruch, Diakon in der Pfarrei Liebfrauen, die Bedenken des Plenums

Bericht der Bischöflichen Pressestelle vom 29. Januar 2019

https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/glaube-im-alltag-und-ob-das-geht/

 

 

 

Einblicke in den Initiativtag der Pfarrei der Zukunft Trier

Vertreter_innen der bestehenden Pfarreien im Raum der Pfarrei der Zukunft (PdZ) haben sich am 15.10.2019 in St. Matthias zu einem gemeinsamen Kennlern-, Austausch- und Initiativtag getroffen. Inhaltlich ging es darum, das eigene Bild von Gott ins Gespräch zu bringen und auf dieser Grundlage zu schauen, was das für die PdZ bedeuten könnte. Eindrücke und Ergebnisse wurden auf unterschiedliche Art und Weise verschriftlicht. Die Dokumentation steht hier als PDF zum Download bereit.

katholisch in Trier (29. Januar 2017)

Katholisch sein in Trier war bisher ganz selbstverständlich in Pfarreien, Klöstern und Verbänden. Wir ahnen: das wird so nicht bleiben. Was wird Bestand haben? Was wird sterben? Was wird neu entstehen? Diese Fragen machen Angst, vielleicht auch Mut. 

Veränderungen muss man nicht nur erleiden, man kann sie gestalten. Wir glauben fest: der Heilige Geist führt die Kirche. Hinter den Problemen warten Lösungen. Denen wollen wir auf die Spur kommen - mit Ihnen! 

Menschen aus den Pfarreien, den Klöstern, der Hohen Domkirche, den Verbänden, der Caritas, den KiTas, den Schulen. Mit allen, die Interesse haben an einer lebendigen katholischen Kirche in der Stadt Trier - und das tun wir mit Hilfe der Open-Space-Methode, bei der jeder und jede sein/ihr Thema zur Diskussion stellen kann!

Zur Dokumentation gelangen Sie über diesen Linkhttps://www.dekanat-trier.de/wir-ueber-uns/rueckblick/

 

Die Zukunft mitgestalten

Bistumsleitung informiert über Gremien in neuer Pfarrei der Zukunft Trier

Trier – Die Kirche im Bistum Trier stellt sich neu auf: Zum 1. Januar 2020 werden 15 von insgesamt 35 Pfarreien der Zukunft (PdZ) an den Start gehen. In den neu gegründeten Räumen wird es auch eine veränderte Gremienstruktur geben. Darüber haben Generalvikar Dr. Ulrich Graf von Plettenberg, Judith Rupp, Direktorin des Bereichs Kommunikation und Medien sowie Gundo Lames, Direktor für den Bereich Ziele und Entwicklung in Trier informiert. Die Informationsveranstaltung in der Europahalle am 12. März richtete sich an Vertreterinnen und Vertreter der jetzigen Pfarrgemeinde- und Verwaltungsräte in der künftigen PdZ Trier. Diese wird das Gebiet des Dekanats Trier sowie Teile des Dekanats Schweich-Welschbillig und Hermeskeil-Waldrach umfassen. Die PdZ Trier wird allerdings nicht unter den 15 Pfarreien sein, die schon 2020 errichtet werden.

„Die Kirche im Bistum Trier gehört zu meinem Leben“: Diesen Satz könnten wohl viele der Anwesenden unterschreiben, sagte Judith Rupp in ihrem Impuls zu Beginn der Veranstaltung. Jeder habe dabei seine eigene Geschichte und dabei gute und vielleicht auch schmerzvolle Momente erlebt. Allen Anwesenden aber sei gemein, dass sie sich einbringen und sich um die Kirche sorgen – und dafür gelte der große Dank der gesamten Bistumsleitung und des Bischofs. Die Synode habe der Trierer Bischof einberufen, um sich im Hinblick auf die veränderten gesellschaftlichen und kirchlichen Umstände beraten zu lassen. Ihr sei es um die Kernfrage gegangen, wie man die Botschaft des Evangeliums auch in der sich rasant verändernden heutigen Zeit weitertragen könne. Rupp stellte fest: „Wir brauchen eine Kirche, in der Macht und Verantwortung geteilt wird, kollegial miteinander gearbeitet wird, auf Augenhöhe, Frauen und Männer, Laien und Kleriker, eine Kirche, die nicht eingreift und bestimmt, sondern Freiraum gibt und Platz macht; eine Kirche, die nicht nur den ‚heiligen Rest‘ bedient, sondern anziehend wirkt auf ganz viele.“ Dazu werde im Bistum ein "durchaus auch mühsamer" Umbau begonnen, bei dem man die Schritte gemeinsam gehen wolle. Der erste Schritt dabei sei ein struktureller und organisatorischer: die Errichtung der Pfarreien der Zukunft, da es einen Rahmen für die Seelsorge brauche.

Die neuen Gremien

Diesen Schritt erläuterte dann Generalvikar von Plettenberg, der den Haupt- und Ehrenamtlichen die neuen Gremien vorstellte. An der Spitze der Pfarreien der Zukunft wird es ein Leitungsteam geben, das aus drei Haupt- und bis zu zwei Ehrenamtlichen bestehen wird. Neu ist der Rat der Pfarrei, bestehend aus 22 Mitgliedern. Er verbindet die Themen von Pastoral und Verwaltung (Jahresabschluss, Haushaltsplan) in einem Gremium. Er wird das Leitungsteam beraten. Innerhalb des Rates wird es verpflichtend einen Verwaltungsausschuss geben.

Neu eingerichtet wird die Synodalversammlung, zu der ein- bis zweimal im Jahr Delegierte aus den Orten von Kirche in der Pfarrei der Zukunft zusammenkommen. „Wir wollen die Pfarreien der Zukunft von unten her aufbauen“, sagte von Plettenberg. Orte von Kirche müssten keine feste Form oder Struktur haben, sondern seien überall dort zu finden, wo „zwei oder drei in Christi Namen versammelt sind“. Das sei nicht neu – auch jetzt gebe es schon viele solcher Orte: Frauengruppen, Chöre, Gebetskreise, aber auch Kitas oder die Caritas. Diese Orte können sich als solche bestätigen lassen und sind dann berechtigt, einen Delegierten in die Synodalversammlung zu entsenden.                                                                            

Da es bislang noch keine Synodalversammlung gibt, wird der erste Rat der Pfarrei bereits im Herbst 2019 durch eine Wahlversammlung der Gremien der jetzigen Pfarreien und Kirchengemeinden gewählt, damit die Pfarrei der Zukunft zum 1. Januar mit einer gewählten Repräsentanz gestartet werden kann.

Die nun startende Phase der Anhörung der Gremien zu dem Errichtungsgesetz der Pfarreien der Zukunft sei kein „pro forma Akt“, sondern dem Bischof sehr wichtig, betonte von Plettenberg. Anfang April werde der Entwurf an alle zu hörenden Gremien und Einzelpersonen geschickt, bis zum 31. Mai seien Rückmeldungen möglich. Die Auswertung erfolge durch ein unabhängiges Institut.

Bedenken, Wünsche und Sorgen

Bei der anschließenden Fragerunde konnten die Zuhörerinnen und Zuhörer ihre Bedenken, Wünsche und Sorgen äußern. Welche Voraussetzungen muss jemand mitbringen, der im Leitungsteam mitarbeitet? Wie ist dabei das Verhältnis zwischen den beiden Ehrenamtlichen und den drei Hauptamtlichen? Andere wollten wissen, ob es nicht einen Schwund an Demokratie gebe, wenn plötzlich 88.000 Katholiken in der neuen PdZ Trier in Direktwahl nur zehn Leute in den Rat der Pfarrei wählen dürfen. „Auch jetzt beobachten wir leider schon, dass viele von diesem demokratischen Grundrecht kaum Gebrauch machen und dass wir auch immer weniger Kandidaten für die Räte finden“, betonte Rupp. Auf positive Resonanz stieß bei einigen, dass künftig dem Pfarrer als Vorsitzendem des Rates der Pfarrei ein Moderator an die Seite gestellt sein wird und so Machtverhältnisse ausgewogener seien. Räte aus Welschbillig trieb die Sorge um, wie künftig der Pfarrbrief einer solch großen Pfarrei aussehen könnte. Ein anderer Teilnehmer zweifelte an, dass es in den neuen großen Pfarreien zu einer richtigen Gemeindebildung komme und sich genug Leute finden, die das „große Ganze“ gut im Blick hätten. „Wir müssen natürlich auf Leute gezielt zugehen, dafür werben und diesen Weg der Gemeindebildung auch gemeinsam gehen. Sicher kann es auch Rückschläge geben, aber das ist ein Lernprozess auch für uns“, antwortete Gundo Lames. Bei diesem Prozess sei das Bistum auf die Mithilfe engagierter Menschen angewiesen, so Plettenberg. „ich hoffe, dass viele von Ihnen uns auch gerade in dieser Übergangszeit unterstützen und sie mitgestalten.“

Weitere Informationen gibt es unter: www.bistum-trier.de/heraus-gerufen/generalvikar-zu-den-info-veranstaltungen/
(sb)

Bericht der bischöflichen Pressestelle vom 14. März 2019 (https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/die-zukunft-mitgestalten/)

Deutliches Zeichen gegen Judenhass und für Versöhnung

Siebenarmige Leuchter aus der Pauluskirche an jüdische Kultusgemeinde Trier übergeben

Trier – „Mensch, wo bist du? – Gemeinsam gegen Judenfeindschaft“ lautete das Leitwort der diesjährigen Woche der Brüderlichkeit. Zum Abschluss fand am 17. März in der Trierer Synagoge eine jüdisch-christliche Gemeinschaftsfeier statt, in deren Mittelpunkt die feierliche Übergabe der siebenarmigen Leuchter aus der profanierten Pauluskirche in Trier an die jüdische Kultusgemeinde stand.

Das Ziel aller Veranstaltungen und somit auch der gemeinsamen Feier in der Synagoge sei es, den Dialog zwischen den Religionen zu fördern, die im Laufe ihrer Geschichte Tiefen und Höhen erlebt haben und doch so eng miteinander verbunden seien. Jeanna Bakal, Vorsitzende der Jüdischen Kultusgemeinde Trier, brennt für diesen Austausch. In ihrer Ansprache an die „vielen bekannten und erfreulich vielen neuen Gesichter“ erinnerte sie an die "Stolpersteine" der Erinnerung an Juden in Trier; sie betonte aber gleichzeitig die große Hilfsbereitschaft und den Einsatz vieler Menschen, die sich nicht versteckt hätten bei der Frage „Mensch, wo bist du?“. Immer wieder passiere es, dass Antisemitismus aufflamme. „Aber es gibt die Menschen, die ihr Gesicht, ihren Mut und ihr Statement dagegen setzen.“ Und so sei die Übergabe der Menorot (Mehrzahl von Menora) aus der Pauluskirche an die jüdische Kultusgemeinde ein deutliches Zeichen von Hilfe und Freundschaft.

Bevor Thomas Schiffler, Vorsitzender des Verwaltungsrates der Pfarrei Liebfrauen, zu der die im November 2017 profanierte (entweihte) Pauluskirche gehört, die Schenkungsurkunde verlas, schilderte Peter Bamler, Vorstandsmitglied der Trierer Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit, die Geschichte der Leuchter. Diese waren 1908 „zur feierlichen Ausschmückung“ der neu erbauten Pauluskirche gestiftet worden und zierten den Kirchenraum bis zu dessen Renovierung im Jahr 1967. Einer der siebenarmigen Leuchter wurde danach in einen Seitenraum gestellt, der andere verschwand. Erst Jahre später tauchte er auf der Marienburg auf und konnte dank einer Stiftungsinschrift zugeordnet und zurückgegeben werden.

Im Zuge der Profanierung der Kirche habe der Verwaltungsrat überlegt, wie mit den Menorot zu verfahren sei. „Insgeheim habe ich mir immer gewünscht, dass sie in der Synagoge ihren Platz finden“, gestand Peter Bamler. Umso erfreuter sei er, dass die Leuchter jetzt, „111 Jahre nach ihrer Stiftung an die Pauluskirche, eine neue Heimat

Im gemeinsamen Gebet und mit eindrucksvollen Gesängen des israelischen Kantorenstudenten Yoed Sorek, an Akkordeon und Klavier unterstützt von Ira Shiran, brachten jüdische und christliche Teilnehmer der Feier ihr gemeinsames Anliegen zum Ausdruck: Gerade mit Blick auf aktuelle Entwicklungen sei vereintes Eintreten dafür gefordert, dass alle Menschen gut und angstfrei in Deutschland leben können. Deutlich sprachen sich Ignatius Maaß, Abt von St. Matthias, Ulrich Dann, ehemaliger Pfarrer in der evangelischen Gemeinde Trier und Vorstandsmitglied der Trierer Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit, sowie Vorstandsmitglied Thomas Kupczik gegen jegliche Form von Antisemitismus aus.

Auch die Jugendlichen der Kultusgemeinde hätten sich Gedanken gemacht, was es heute bedeute, Gesicht zu zeigen, stellte Sprecherin Taja Bakal dar. „Und wir sagen unseren besonderen Dank an alle, die heute zu uns in die Synagoge gekommen sind und ihr Gesicht zeigen.“ Für ein deutliches „hineni!“, das klare „hier bin ich!“ jedes Einzelnen warb Yoed Sorek in seinem Appell gegen Terror und für den Frieden. „Mord gehört nicht zu Gott“, betonte er. Der „Troubadour von Jerusalem“, wie der Tenor genannt wird, bewegte die Zuhörer mit jiddischen Liedern seiner Großmutter, die den Holocaust in Bergen-Belsen überlebte, mit Melodien russischer Juden und mit dem bekannten „Jerusalem of Gold“.

Weitere Informationen zur Trierer Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit gibt es hier: www.gcjz-trier.de/.